Nienburg (ots) –

Vom 16. bis 17. April fand in Berlin die 27. Auflage des Europäischen Polizeikongresses (EPK) statt. Die Veranstaltung wird jährlich durch die Zeitung Behörden Spiegel ausgerichtet und bewegt seit jeher die aktuellen Themen der Polizeien in Deutschland und Europa.

Besonders bewegend war der Kongress dieses Jahr allerdings für zwei niedersächsische Polizeibeamte. Polizeirätin Rebecca Kükelhahn, aktuell in der PD Hannover tätig, und Polizeikommissar Ole Heinze, der mittlerweile im Kriminaldienst in der PD Braunschweig eingesetzt ist, wurden mit dem dritten bzw. mit dem ersten Platz in den jeweiligen Kategorien „Masterarbeit“ und „Bachelorarbeit“ ausgezeichnet.
Die Masterarbeit mit dem Thema „Führung und demokratische Resilienz in der Polizei“ von Frau Kükelhahn, die bei Ihrer Arbeit durch die neue Leiterin der Polizeiinspektion Hannover, Frau Nurhan Özdemir, betreut wurde, traf hierbei offenbar den Zahn der Zeit und einen Nerv der Jury. Sie behandelt in Ihrer Arbeit unter anderem die Fragen, ob, und wenn ja, welche Erfahrungen Führungskräfte in der Polizei mit verfassungsfeindlichem Verhalten bei Mitarbeitenden gemacht haben und wie sie darauf reagierten, bzw. welche präventiven Maßnahmen ergriffen werden können, um derartiges Verhalten zu verhindern.

Die Bachelorarbeit des Herrn Heinze mit dem Titel „Internationale Polizeiarbeit – Menschenrechtsverstöße bei Einsätzen der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache“ beschäftigt sich mit der wichtigen Frage, inwiefern die Menschenrechte beim Schutz der europäischen Außengrenzen durch die besagte Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache, besser bekannt als Frontex, gewahrt werden können. Er wurde bei seiner Arbeit durch Dr. Stephanos Anastasiadis, Professor an der Polizeiakademie Niedersachsen (PA NI), betreut.

Darüber hinaus beteiligte sich die PA NI erneut aktiv durch verschiedene Beiträge am Europäischen Polizeikongress. So moderierte der Akademie-Direktor Carsten Rose Panels zu den Themen Führung und Demokratie. Beide Themen stehen bei der Polizeiakademie in Niedersachsen schon lange im Fokus. Dr. Martin Mauri, Leiter des Fachgebietes Sozialwissenschaften/ Führung an der PA NI, war u.a. Diskussionsteilnehmer und stellte in seinem Beitrag vor allem die Bedeutung von Haltung und Vertrauen in der Personalführung in den Vordergrund.

Im Panel zum Thema Demokratieschutz für die Polizei diskutierte zudem auch der nieder-sächsische Landespolizeipräsident Axel Brockmann mit. Prof. Dr. Roman Povalej, Professur für Angewandte Informatik an der Polizeiakademie Niedersachsen, gab mit seinem Beitrag „Künstliche Intelligenz: Ein kurzer paranoider Einstieg – für Polizei und Gesellschaft“ einen interessanten Ausblick auf die Polizei von morgen.

In ganz anderer Rolle beteiligte sich der Pressesprecher der PA NI Moritz Meyer. Er unterstützte die Kinderschutzallianz bei einem Stand auf der kongresseigenen Messe. Die Kinderschutzallianz ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 60 Bündnispartnern, dass sich der Verhinderung der sexualisierten Gewalt an Kindern und Jugendlichen widmet und dessen Geschäftsstelle durch das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport verantwortet wird.

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Quelle: Presseportal